Fair Mobil zu Gast an der Gesamtschule Oelde – gemeinsam stark im Miteinander

Geschrieben am 22.09.2026
von Gesamtschule Oelde


Ein besonderer Projekttag stand für die Schülerinnen und Schüler des sechsten Jahrgangs auf dem Programm, denn das Fair Mobil machte Halt an unserer Schule und verwandelte den Schulalltag für einen Tag in einen abwechslungsreichen Erlebnis- und Lernraum. Im Mittelpunkt standen Teamarbeit, Rücksichtnahme und faires Verhalten

Schule anders erleben – das ist der Anspruch des Programms „Stark im MiteinanderN“,
das partnerschaftlich von der Westfälischen Provinzial Versicherung, dem Jugendrotkreuz
Westfalen-Lippe, der Schulpsychologischen Beratungsstelle der Stadt Münster sowie dem asb – arbeitskreis soziale bildung und beratung – entwickelt wurde. Mit dem Fair Mobil, einem von insgesamt vier Programmbausteinen, haben die Partner ein Angebotspaket geschnürt, das Lösungsansätze für eine konstruktive Konfliktkultur bietet. Vergangene Woche machte das Fair Mobil an der Gesamtschule Oelde halt. Die Schülerinnen und Schüler des 6. Jahrgangs durchliefen insgesamt zehn erlebnispädagogische und gewaltpräventive Stationen.

An den verschiedenen Stationen konnten die Jugendlichen selbst aktiv werden und neue Erfahrungen sammeln. Die Aufgaben waren so angelegt, dass Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung eine wichtige Rolle spielten. Dabei ging es nicht nur darum, eine Aufgabe erfolgreich zu lösen, sondern auch darum, aufmerksam wahrzunehmen, wie das eigene Verhalten eine Gruppe beeinflusst.

Der abwechslungsreiche Parcours (betreut  von den Schülerinnen und Schülern des Pädagogikkurs der EF) verband Bewegung, gemeinsames Ausprobieren und kurze Reflexionsphasen. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich unter anderem mit Teamfähigkeit, Selbstwahrnehmung, Empathie und dem Umgang mit Spannungen auseinander. Unterschiedliche Situationen boten Anlass, das eigene Verhalten zu überdenken, andere Perspektiven kennenzulernen und gemeinsam alternative Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Besonders deutlich wurde dabei, dass viele Herausforderungen leichter zu bewältigen sind, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Kommunikation, Vertrauen und die Bereitschaft, einander zuzuhören, waren deshalb bei zahlreichen Übungen gefragt.

Das Fair Mobil verfolgt das Ziel, Schülerinnen und Schüler für Konflikte und Gewalt im Schulalltag zu sensibilisieren und gleichzeitig ihre Fähigkeit zur Kooperation zu fördern. Die Erfahrungen aus dem Parcours sollen ihnen dabei helfen, auch in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben und Konflikte möglichst konstruktiv zu lösen.

Zum Konzept des Fair Mobils gehören außerdem Themen, die über den unmittelbaren Schulalltag hinausgehen. So beschäftigen sich einzelne Stationen mit Cybermobbing, Datensicherheit, Anonymität und einem respektvollen Umgang in der digitalen Welt. Damit greift das Programm einen Lebensbereich auf, der für Kinder und Jugendliche selbstverständlich geworden ist und in dem Konflikte ebenfalls entstehen können. Auch Fragen der Inklusion waren Bestandteil des Parcours. Einige Stationen setzten sich mit Barrieren und Behinderung auseinander und sollten dazu beitragen, Hemmschwellen abzubauen und ein Miteinander ohne Ausgrenzung zu fördern.

Der Besuch des Fair Mobils endete nicht mit dem Abschluss der letzten Station. Die Erfahrungen und Erlebnisse bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte für die weitere Arbeit in den Klassen. Eine anschließende Auswertung ermöglicht es, Erlebtes gemeinsam zu reflektieren und Ideen für den Umgang miteinander im Schulalltag zu entwickeln. So wurde der Projekttag zu einer besonderen Form des sozialen Lernens: Die Schülerinnen und Schüler konnten außerhalb des gewohnten Unterrichts neue Erfahrungen sammeln, gemeinsam Herausforderungen meistern und erleben, wie wichtig Respekt, Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung für ein gutes Miteinander sind.

Ein herzlicher Dank gilt der Beratungslehrerin Hannah Heckenkemper für die Organisation und Begleitung des Projekttages, den EF-Schülerinnen und -Schülern des Pädagogikkurses für ihre engagierte Unterstützung an den Stationen sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fair Mobils für die abwechslungsreiche und professionelle Durchführung. Ebenso bedanken wir uns herzlich bei unserem Förderverein, der das Projekt finanziell unterstützt und damit seine Umsetzung an unserer Schule ermöglicht hat.