An Geschäften, Praxen und Einrichtungen in Oelde macht ein RESPECT!-Aufkleber eine klare Haltung sichtbar: Queere Menschen sollen hier mit einem respektvollen und diskriminierungsfreien Umgang rechnen können. Zum Start der Coming-Out-Days erklärt Gleichstellungsbeauftragte Daniela Eggenstein, warum dieses Zeichen auch in Oelde wichtig ist.
Mit dem Start der Coming-Out-Days rückt in Oelde auch die RESPECT!-Kampagne in den Mittelpunkt. Geschäfte, Praxen, öffentliche Einrichtungen und andere Stellen können mit einem Aufkleber zeigen, dass queere Menschen dort willkommen sind und respektvoll behandelt werden.
Für Daniela Eggenstein, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oelde, steckt dahinter eine klare Botschaft: „Wir setzen damit ein Zeichen für Toleranz und Vielfalt. Queere Menschen sind ein akzeptierter Teil der Oelder Gemeinschaft.“ Dabei geht es nicht darum, Menschen besonders hervorzuheben. Der Aufkleber soll vielmehr den Ort kennzeichnen, an dem er angebracht ist.
Ein kleines Zeichen mit einer klaren Botschaft
Wer den RESPECT!-Aufkleber an einer Tür sieht, soll erkennen können, welche Haltung dahintersteht. „Der Aufkleber setzt ein Zeichen, dass queere Menschen dort mit einem diskriminierungsfreien Umgang rechnen können“, erklärt Daniela Eggenstein. Das sei noch immer keine Selbstverständlichkeit. Die Gleichstellungsbeauftragte verweist darauf, dass queere Menschen Beleidigungen, Bedrohungen und auch körperlicher Gewalt ausgesetzt sind.
Für sie kann deshalb jede teilnehmende Stelle einen Beitrag leisten: Queere Menschen sollen sich sicher fühlen und wissen, dass ihnen mit Respekt begegnet wird. Gerade für den ländlichen Raum ist diese Sichtbarkeit aus Sicht von Daniela Eggenstein wichtig. Menschen sollen dort, wo sie leben und ihr soziales Umfeld haben, sie selbst sein können – ohne Diskriminierung.
Keine Kennzeichnung von Menschen
Auf einen möglichen Einwand legt Eggenstein besonderen Wert: RESPECT! soll keine „Kennzeichnung“ von Menschen sein. „Es ist als Symbol gedacht für Offenheit und Respekt“, erklärt sie. Gleichzeitig richtet sich die Kampagne gegen Diskriminierung, die queere Menschen im Alltag erfahren.
Die Landesfachstelle blick* hat die Idee hinter RESPECT! auch in einem Video aufgegriffen. Es zeigt ohne Worte, welche Wirkung ein sichtbares Zeichen für Offenheit haben kann. Während der Coming-Out-Days soll das Video zusätzlich auch auf der Internetseite der Stadt Oelde zu sehen sein.
https://blick-landesfachstelle.de/
Viele Stellen in Oelde beteiligen sich
Mit der bisherigen Resonanz in Oelde ist Daniela Eggenstein zufrieden. „Ich bin sehr froh, dass wir in Oelde so viele Stellen gewinnen konnten, die bereit waren, sich an der Kampagne zu beteiligen.“ Ihre Hoffnung ist, dass die Aufkleber nicht nur wahrgenommen werden, sondern bei den Menschen ankommen, für die sie gedacht sind. Queere Menschen sollen sich sicherer, wertgeschätzt und respektiert fühlen.
Gleichzeitig ist die Kampagne in Oelde offen für weitere Beteiligte. Organisationen, Unternehmen, Praxen und Einrichtungen, die ebenfalls ein sichtbares Zeichen setzen möchten, können sich an die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oelde unter gleichstellung@oelde.de wenden.
Wanderausstellung "Feldwege zum Coming-out" vom Mai 2026: Betonen die Relevanz von Aufklärung und wahren Geschichten für mehr Akzeptanz und Toleranz in der Gesellschaft: Ashley Vollbracht (Stammtisch unterm Regenbogen), Bürgermeisterin Karin Rodeheger, Alfons Bunne (Stammtisch unterm Regenbogen) und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oelde Daniela Eggenstein.
Mehr zu der Ausstellung hier:
https://www.oelde.de/de/familie-bildung-soziales/gleichstellung/aktuelles/feldwege-zum-coming-out/


