SPD Kreistagsfraktion zum Aus des Marienhospitals: Versorgung sichern und für Transparenz sorgen

Geschrieben am 06.09.2026
von SPD Kreisfraktion


Die SPD-Kreistagsfraktion Warendorf bedauert die angekündigte Schließung des Marienhospitals Oelde zum 31. Dezember 2026. Für Oelde und den östlichen Kreis Warendorf ist dies ein schwerer Einschnitt – völlig überraschend kommt die Entwicklung allerdings nicht.

„Das ist eine bittere Nachricht für Oelde. Die Probleme kleinerer Krankenhausstandorte und die Auswirkungen der Krankenhausplanung waren seit längerem bekannt. Die Landesregierung aus CDU und Grünen kann deshalb von dieser Entwicklung nicht überrascht sein. Hier hätte deutlich früher gehandelt werden
müssen“, erklärt Dennis Kocker, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion Warendorf.

Entscheidend ist jetzt, auch zukünftig eine verlässliche medizinische Grundversorgung in Oelde sicherzustellen. Gleichzeitig muss der Kreis als Träger
des Rettungsdienstes unverzüglich prüfen, welche Auswirkungen die Schließung auf den Rettungsdienstbedarfsplan, Fahrzeiten und die anzufahrenden Krankenhäuser hat. Dazu braucht es eine enge Vernetzung mit den Kliniken im Umfeld. „Ab dem 1. Januar fällt Oelde als bisheriges Notfallkrankenhaus weg. Darauf müssen wir vorbereitet sein. Es darf keine Lücke in der Notfallversorgung entstehen“, fordert Kocker. Kritisch sieht die SPD insbesondere die Kommunikation rund um die Bekanntgabe. Sollte der Landrat das konkrete Schließungsdatum öffentlich kommuniziert haben, ohne vorherige Rücksprache mit dem Krankenhausträger, muss dieser Vorgang aufgeklärt werden.

„Es kann nicht sein, dass Beschäftigte aus der Öffentlichkeit erfahren, wann ihr Krankenhaus schließt“, so Kocker. Gleichzeitig sei schwer nachvollziehbar, warum der Krankenhausträger selbst offenbar mehrere Wochen bis zu einer Personalversammlung verstreichen lassen wollte. Die Beschäftigten hätten bei einer Entscheidung dieser Tragweite Anspruch darauf, unverzüglich, transparent und persönlich informiert und in den weiteren Prozess einbezogen zu werden. „Jetzt brauchen wir Transparenz gegenüber den Beschäftigten und den Menschen in Oelde, eine verlässliche medizinische Grundversorgung und eine schnelle Anpassung der Notfallversorgung. Kreis, Stadt, Land und Krankenhausträger müssen dafür jetzt gemeinsam Verantwortung übernehmen“, so Kocker abschließend.