Die VOLT-Partei hat Uli Schwieder am 21. Mai in einer ordnungsgemäßen Aufstellungsversammlung einstimmig zum Direktkandidaten für den Landtagswahlkreis 86 gewählt. Zum Wahlkreis gehören Beelen, Ennigerloh, Oelde, Ostbevern, Sassenberg, Telgte und Warendorf. Uli Schwieder kandidiert zudem als Listenkandidat für den Landtag.
Mit der Kandidatur verbindet Schwieder insbesondere zwei große politische Schwerpunkte: Bildungspolitik und Innovationspolitik. Der Oelder ist selbst Lehrer am Gymnasium und möchte seine praktischen Erfahrungen künftig stärker in die Landespolitik einbringen.
„Bildung entscheidet darüber, wie zukunftsfähig unsere Gesellschaft ist“, erklärt Schwieder. „Und genau deshalb müssen wir Schule stärker an Kompetenzen orientieren – nicht nur an möglichst vielen Inhalten.“
Aus seiner Sicht seien die Schulen trotz vieler Reformen noch immer zu stark auf Stofffülle und klassische Wissensvermittlung ausgerichtet. Der Kompetenzbegriff stehe zwar offiziell im Mittelpunkt, werde im Schulalltag aber häufig noch nicht konsequent umgesetzt. Schwieder fordert deshalb mehr Freiräume für Schulen und eine stärkere Flexibilisierung der Curricula.
Jede Schule müsse besser auf ihre jeweilige Schülerschaft und regionale Situation eingehen können. Dabei gehe es nicht nur um Fachwissen, sondern auch um soziale Kompetenzen, Teamfähigkeit und den Umgang mit Fehlern.
„Wir brauchen eine positivere Fehlerkultur und Unterricht, der stärker auf Zusammenarbeit, Selbstständigkeit und praktische Kompetenzen setzt“, so Schwieder. „Dafür müssen wir auch Prüfungsformate und Lehrpläne neu denken.“
Ein weiterer Schwerpunkt seiner bildungspolitischen Vorstellungen ist die frühkindliche Förderung. Immer häufiger zeigten Kinder bereits vor der Einschulung Defizite bei grundlegenden Kompetenzen, etwa im motorischen Bereich. Ansätze wie die sogenannten ABC-Klassen bewertet Schwieder deshalb grundsätzlich positiv.
Darüber hinaus spricht sich der VOLT-Kandidat dafür aus, Gesundheit und gesellschaftliches Miteinander stärker in den Schulalltag zu integrieren. Themen wie psychische Gesundheit, Lebenszufriedenheit und soziale Entwicklung dürften aus seiner Sicht nicht länger Randthemen bleiben.
Auch praktische Fragen der Schulverpflegung seien dabei wichtig. „Gesundes und vielfältiges Essen beeinflusst Konzentration, Wohlbefinden und Bildungschancen ganz konkret“, erklärt Schwieder. Denkbar seien beispielsweise Modelle wie kostenloses Schulobst oder neue Konzepte für Schulmensen und Frühstücksangebote.
Neben der Bildungspolitik bildet die Innovationspolitik den zweiten Schwerpunkt seiner Kandidatur. Schwieder sieht Nordrhein-Westfalen vor großen wirtschaftlichen und technologischen Transformationsprozessen, die aktiver gestaltet werden müssten.
Dabei gehe es darum, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und ökologische Modernisierung stärker zusammenzudenken. Schwieder spricht sich unter anderem für die Förderung innovativer Technologien, den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien sowie Fortschritte bei Mobilitäts- und Wärmewende aus.
„Transformation passiert ohnehin“, sagt er. „Die entscheidende Frage ist, ob wir sie aktiv gestalten oder irgendwann nur noch auf Entwicklungen reagieren.“
Als Beispiel nennt Schwieder innovative Infrastrukturprojekte wie Photovoltaik-Anlagen im Zwischenraum von Bahngleisen oder als Autobahnüberdachung. Solche Ideen müssten stärker diskutiert und gefördert werden, um wirtschaftliche Stärke, Versorgungssicherheit und Klimaschutz miteinander zu verbinden.
Neben seiner Landtagskandidatur ist Schwieder auch sogenannter „City Lead“ von VOLT in Oelde und damit zentraler Ansprechpartner für Interessierte vor Ort. Bürgerinnen und Bürger, die sich politisch engagieren oder sich über Inhalte und Projekte informieren möchten, seien herzlich eingeladen, Kontakt aufzunehmen und sich einzubringen. Kontaktmöglichkeiten bestehen über uli.schwieder@volteuropa.org oder über die sozialen Medien.
Für die offizielle Zulassung der Kandidatur benötigt VOLT nun insgesamt 200 Unterstützungsunterschriften aus dem Wahlkreis. Die Partei zeigt sich zuversichtlich, diese Unterstützungen problemlos zusammenzubekommen, und ruft interessierte Bürgerinnen und Bürger gleichzeitig herzlich dazu auf, die Kandidatur zu unterstützen. Entsprechende Möglichkeiten zur Unterstützung und weitere Informationen sollen in den kommenden Wochen öffentlich bekanntgegeben werden.
Mit seiner Kandidatur möchte Schwieder nach eigenen Angaben vor allem einen modernen, pragmatischen und europäischen Politikstil vertreten. Ziel sei es, neue Ideen sachlich zu diskutieren und konkrete Lösungen für die Herausforderungen der kommenden Jahre zu entwickeln.
Foto: Silvia Beara, Michael Twittmann, Uli Schwieder, Guido Paskarbis, Christian Legeland (v.l.)


