Hitzewelle in Deutschland: So reagiert unser Körper auf hohe Temperaturen

Geschrieben am 18.06.2026
von Redaktion OeldeToGo


Die Sonne scheint, der Himmel ist blau. Doch wenn die Temperaturen über Tage hinweg sehr hoch bleiben, wird Hitze schnell zur Belastung. Viele Menschen spüren dann, dass der Kreislauf nicht mehr so mitspielt wie sonst. Ein Blick darauf, was im Körper passiert und wie Sie sich schützen können.

Wenn der Körper auf Hochtouren arbeitet

An heißen Tagen versucht der Körper ständig, sich selbst zu kühlen. Die Blutgefäße in der Haut erweitern sich, damit Wärme nach außen abgegeben werden kann. Gleichzeitig produziert der Körper mehr Schweiß.

Das hilft zwar beim Abkühlen, kostet aber Kraft. Das Herz muss mehr arbeiten. Wasser und wichtige Salze gehen verloren. Wer zu wenig trinkt, riskiert Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder Muskelkrämpfe. In schweren Fällen kann es zu Verwirrtheit oder sogar einem Hitzschlag kommen.

Besonders aufmerksam sollten ältere Menschen, Babys, Schwangere und Menschen mit Herz-, Lungen-, Nieren- oder Stoffwechselerkrankungen sein.


Heiße Länder machen es vor

In vielen Regionen der Welt gehört große Hitze zum Alltag. Dort werden körperlich anstrengende Tätigkeiten oft in die frühen Morgenstunden oder auf den Abend verlegt. Die Mittagszeit verbringen viele Menschen im Schatten oder in kühlen Räumen.

Auch Fachleute empfehlen dieses Verhalten. Fenster und Rollläden sollten tagsüber geschlossen bleiben. Gelüftet wird am besten nachts oder früh am Morgen. Wer Sport treiben oder im Garten arbeiten möchte, sollte die kühleren Tageszeiten nutzen.

Die Weltgesundheitsorganisation weist darauf hin, dass sich gesundheitliche Schäden durch Hitze in vielen Fällen vermeiden lassen.

Sonnencreme schützt mehr als nur vor Sonnenbrand

An heißen Sommertagen gehört Sonnencreme genauso zur Grundausstattung wie eine Wasserflasche. Die Haut wird durch die UV-Strahlung der Sonne belastet, auch wenn es bewölkt ist. Wer sich längere Zeit im Freien aufhält, sollte einen ausreichend hohen Lichtschutzfaktor verwenden und regelmäßig nachcremen. Besonders wichtig sind Gesicht, Ohren, Nacken und Schultern. Sonnenbrand ist nicht nur schmerzhaft, sondern erhöht langfristig auch das Risiko für Hautschäden. Ein Sonnenhut, leichte Kleidung und Schatten bieten zusätzlichen Schutz.



Besser schlafen trotz Sommerhitze

Warme Nächte können den Schlaf erheblich beeinträchtigen. Der Körper braucht eine etwas niedrigere Temperatur, um gut ein- und durchschlafen zu können. Deshalb lohnt es sich, Schlafzimmer frühmorgens oder nachts zu lüften und tagsüber möglichst kühl zu halten. Bettwäsche aus Baumwolle, Leinen oder anderen atmungsaktiven Naturfasern kann helfen, Wärme und Feuchtigkeit besser abzuleiten. Leichte Sommerdecken sind oft angenehmer als dicke Bettdecken. Wer vor dem Schlafengehen lauwarm duscht und auf schwere Mahlzeiten oder Alkohol verzichtet, schafft gute Voraussetzungen für eine erholsame Nacht auch bei hohen Temperaturen.



Medikamente und Hitze: Ein oft unterschätztes Risiko

Nicht nur Menschen reagieren empfindlich auf hohe Temperaturen. Auch Medikamente können durch Hitze beeinträchtigt werden. Einige Arzneimittel verändern ihre Wirkung im Körper. Andere verlieren durch falsche Lagerung an Wirksamkeit.

Besondere Vorsicht gilt unter anderem bei Blutdruckmitteln, Entwässerungstabletten, Insulin, Asthmasprays oder Wirkstoffpflastern. Medikamente sollten niemals im Auto oder in direkter Sonne liegen. Im Zweifel hilft ein Blick in die Packungsbeilage oder ein Gespräch in der Apotheke.

Schon kleine Maßnahmen können an heißen Tagen viel bewirken: regelmäßig trinken, Schatten aufsuchen, leichte Kleidung tragen und den Körper mit Wasser kühlen.



​Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden oder Unwohlsein wenden Sie sich bitte an medizinisches Fachpersonal.

Quellen:

Dich interessiert das Thema und du möchtest weitere Informationen? Dann schau hier:

  • Robert Koch-Institut, Hitzebedingte Sterbefälle in Deutschland, Robert Koch-Institut
  • Deutscher Wetterdienst, Informationen zur Wärmebelastung, Deutscher Wetterdienst
  • WHO Europa, Gesundheitsschutz bei Hitzewellen, World Health Organization Europe
  • Bundesamt für Gesundheit Schweiz, Verhalten bei Hitze, BAG Schweiz
  • Pharmazeutische Zeitung / Bundesapothekerkammer, Medikamente und Hitze, Pharmazeutische Zeitung

Grafiken mit KI generiert.