Ende März fand die diesjährige Jahreshauptversammlung der Emsmöwen in Rheda-Wiedenbrück statt. Nach den üblichen Regularien stand zum Abschluss ein Thema im Mittelpunkt, das die Zukunft des Chores prägen wird: die Aufnahme von Frauen als Sängerinnen. Seit der Gründung war der Chor fest in Männerhand – eine Tradition, die auf die Ursprünge der Shantymusik zurückgeht, als Seemannslieder ausschließlich von Männern auf hoher See gesungen wurden. Doch die Zeiten ändern sich – und mit ihnen auch die Perspektiven innerhalb des Chores.
Bereits vor einiger Zeit wurde die Idee diskutiert, den Chor für interessierte Sängerinnen zu öffnen. Viele Mitglieder sehen darin eine große Chance: frischer Wind für die Gemeinschaft und ein wichtiger Schritt, um dem Nachwuchsproblem aktiv zu begegnen. „Wir wollen den Chor zukunftsfähig machen – dazu gehört auch, neue Wege zu gehen“, betont der Vorstand. Auf der Jahreshauptversammlung wurde schließlich ohne Gegenstimmen die Öffnung für Frauen beschlossen. Der Vorstand begrüßt diesen Schritt ausdrücklich und erhofft sich eine musikalische Bereicherung durch gemischte Stimmen.
Die ersten Rückmeldungen zeigen bereits: Das Interesse ist da. Frauen möchten sich aktiv am Chorleben beteiligen und die maritime Musiktradition mitgestalten. Der Shantychor Emsmöwen steht damit an einem spannenden Wendepunkt zwischen Tradition und Erneuerung – und freut sich auf viele neue Sängerinnen.
Proben finden donnerstags ab 19.00 Uhr im Pädagogischen Musikzentrum, Am Werl 14, in Rheda-Wiedenbrück statt.

