Jeden Freitag treffen sich ca. 20 Menschen im Saal des von-Galen-Hauses zum „Singen gegen das Vergessen“. So auch am Freitag vor dem 4.Advent. Diesmal fand das gemeinsame Singen in Gemeinschaft mit Bewohnern, Angehörigen, Mitarbeitenden und einem Blockflötenensemble statt. Nach dem Begrüßungslied „Freitag ist es nun schon wieder“, welches jedes Treffen eröffnet, wird es besinnlicher: die ruhige, wiegende Melodie des polnischen Liedes, welches den Mondschein besingt stimmt die Menschen auf das adventlich-weihnachtliche Programm ein.
So erklangen Klassiker wie „Macht hoch die Tür“, „O Tannenbaum“, „Alle Jahre wieder“, aber auch „Es ist ein Ros entsprungen“, oder das Lied „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ in Begleitung eines jazzigen Blockflötenspiels. Neben den bekannten Weisen erklangen 2 Kanen zum Thema Licht und zum Schmuck der Tannenzweige, welche gemeinsam eingeübt und teils mit Gesten begleitet wurden. Das Blockflötenquartett, bestehend aus Jesse Malczewski, Lena Kather, Julia Butsch und Lucie Steffen unterstützte den Gesang, begleitete mit mehrstimmigen Sätzen und leitete teils mit kleinen mehrstimmigen Weihnachtssätzen über. Katharina Wilczek begleitete gemeinsam mit dem Ensemble am Klavier, Ursula Skuplik führte durch das Programm, leitete das Singen an. Die zahlreich erschienen Gäste – die Saaltüren mussten zum Foyer geöffnet werden, um allen Interessierten die Teilnahme zu ermöglichen - beteiligten sich mit Freude und kräftigem Gesang. Lena Kather trug noch das bekannte Gedicht „Weihnachten“ von Joseph von Eichendorff vor. Mit diesem „offenen Singen“ verabschiedete sich die Gruppe in die Feiertage.
Ab Freitag, den 9.1.26 treffen sich die Sängerinnen und Sänger wieder regelmäßig und wöchentlich freitags von 16.00 bis 17.00 Uhr an diesem Ort.
„Singen gegen das Vergessen“ ist eine Gruppe, bestehend aus Menschen mit Demenz und /oder anderer kognitiver Veränderung und jeweils einer Begleitperson. Wer begleitet, das steht den Betroffenen offen. Häufig sind es Familienangehörige, aber auch Freunde, Nachbarn, Betreuende. Das wöchentliche Treffen bietet Gemeinschaft, Aktivierung, Freude, Möglichkeit des Austauschs, Teilhabe. Es werden bekannte und teils neue Lieder gesungen, oft jahreszeitlich ausgerichtet, Bewegung, Tanz, Begleitung auf Rhythmus- oder Klanginstrumenten bringt neue Anreize und Abwechslung. Geleitet wird dies besondere Singen von Ursula Skuplik, Musiktherapeutin und -pädagogin, und Katharina Wilczek Musikgeragogin und -pädagogin.
Dies Angebot besteht sowohl in Ennigerloh – hier findet es mittwochs um 16.30 Uhr im Haus der Begegnung statt, als auch in Oelde im von-Galen-Haus, jeweils freitags um 16.00 Uhr. Dies Angebot zählt zu den musiktherapeutischen Angeboten der Schule für Musik. Auf der Website www.schulefuermusik-waf.de findet man das Anmeldeformular. Interessierte können sich aber auch direkt an ursula.skuplik@schulefuermusik-waf.de / Telefon 02522/830740 wenden.



