SV-Team der Gesamtschule beim Regionaltreffen der Courage-Schulen in Münster

Geschrieben am 12.11.2025
von Gesamtschule Oelde


Am Freitag nahm das SV-Team der Gesamtschule am Regionaltreffen der „Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ im LWL-Landeshaus in Münster teil. Das Treffen bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich mit Schülerinnen und Schülern anderer Courage-Schulen aus der Region auszutauschen, gemeinsam über aktuelle gesellschaftliche Themen zu diskutieren und neue Ideen für die eigene SV-Arbeit zu entwickeln.

Der Tag begann nach der Ankunft in Münster mit der Wahl zweier Workshops. Es standen unter anderem Themen wie Medienkompetenz, Demokratiebildung, Vielfalt, Antisemitismus und Verschwörungserzählungen oder Klassismus und Armut zur Auswahl. Nach einer kurzen Begrüßung folgte zunächst aber ein Hauptact des Tages. Die Medienpädagogin und freie Journalistin Lara Franke hielt einen Vortrag zum Thema „Rechtsextremismus auf TikTok“. Darin beschäftigte sie sich intensiv mit der Frage, wie rechtsextreme Akteurinnen und Akteure soziale Netzwerke – insbesondere TikTok – nutzen, um junge Menschen zu erreichen. In ihrem eindrucksvollen Vortrag zeigte sie auf, welche Strategien und Narrative in solchen Inhalten verwendet werden und wie wichtig ein bewusster, kritischer Umgang mit digitalen Medien ist. Viele der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler waren erschrocken, wie subtil und gleichzeitig wirkungsvoll rechtsextreme Botschaften online verbreitet werden.

Nach einer kurzen Pause startete anschließend die erste Workshop-Runde und nach einer gemeinsamen Mittagspause folgte dann der zweite Arbeitskreis. Durch Gruppenarbeiten, kreative Methoden und Diskussionen konnten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler viele neue Ideen sammeln, wie die ausgewählten Themen künftig stärker in die Schul- und SV-Arbeit integriert werden können.

Ein besonderes Highlight war außerdem die begleitende Ausstellung „Im Abseits. Jüdische Schicksale im deutschen Fußball“, die vor Ort besucht werden konnte. Sie beleuchtete die Lebensgeschichten jüdischer Fußballspieler und Fußballfunktionäre, die während der NS-Zeit verfolgt und vergessen wurden – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Sport, Geschichte und Erinnerungskultur miteinander verbunden sind.

Zum Abschluss des Tages kamen alle Teilnehmenden noch einmal im Plenum zusammen, um die Ergebnisse der Workshops zu teilen und den Tag gemeinsam zu reflektieren. Das Treffen endete mit vielen neuen Impulsen, wertvollen Kontakten und der Motivation, das Motto „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ weiterhin aktiv in der Gesamtschule mit Leben zu füllen.

Das Foto oben zeigt von links nach rechts:

Lehrer Peter Mosbacher, Lewis Wiemer (Q1), Lena Spenst (Q1), Alina Nester (Q1) und Lehrer Florian Marchand