Rebhuhn im Fokus: NABU lädt zum Vortrag ein

7 Lehmwall Oelde

Donnerstag, 26. Februar 2026 von 19:00 bis 21:00

Das Rebhuhn ist Vogel des Jahres 2026 – und steht für den dramatischen Wandel in unserer Agrarlandschaft. Beim Gruppentreffen am 26. Februar im Heimathaus Oelde informiert die NABU Oelde über Ursachen des Rückgangs und über konkrete Schritte zum Schutz der Brutvögel. Referentin Aline Förster stellt zudem das bundesweite ADEBAR2-Projekt vor. Der Abend richtet sich an alle, die sich in Oelde für Wildvögel engagieren wollen.

Die NABU Oelde lädt am 26. Februar 2026 zum öffentlichen Gruppentreffen ins Heimathaus, Lehmwall 7, ein. Im Mittelpunkt steht das Rebhuhn, das als Vogel des Jahres exemplarisch für den Zustand unserer Feldflur steht. „Das Rebhuhn zeigt wie kaum eine andere Art, wie stark sich unsere Agrarlandschaften verändert haben“, erklärt Aline Förster. „Wo Hecken, Brachen und artenreiche Säume fehlen, verschwindet auch das Rebhuhn.“

Der Vortrag beleuchtet, warum die Art vielerorts verschwunden ist und was ihr Rückgang über den Verlust geeigneter Lebensräume aussagt. Das Rebhuhn gilt als Indikator für die Qualität unserer Kulturlandschaft. Sein Bestand reagiert sensibel auf intensive Bewirtschaftung, Strukturverlust und fehlende Rückzugsräume.

Im zweiten Teil stellt Aline Förster das bundesweite ADEBAR2-Projekt vor. Es erfasst systematisch die Brutvögel in Deutschland. „Mit ADEBAR2 schaffen wir eine belastbare Datengrundlage für den Vogelschutz“, sagt Förster. „Ehrenamtliche Kartierungen liefern dafür unverzichtbare Daten auch aus dem Kreis Warendorf.“ Die Erhebungen zeigen, wie sich Bestände entwickeln und wo Handlungsbedarf besteht.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der NABU-Naturschutzstation Münsterland statt. Aline Förster engagiert sich im Projekt und sucht weitere Kartiererinnen und Kartierer aus dem Münsterland. „Wer Vögel beobachtet und seine Kenntnisse einbringen möchte, kann direkt vor Ort aktiv werden“, betont sie.

Die NABU Oelde nutzt den Abend, um eine Projektgruppe Vogelschutz zu gründen. „Wir wollen in Oelde konkrete Maßnahmen für Wildvögel anstoßen“, heißt es aus dem Vorstand. Gesucht wird eine Person, die die Gruppe leitet, Fachwissen zu Wildvögeln mitbringt und Freude an Organisation und Teamarbeit hat. Ein Studium ist keine Voraussetzung, solide Kenntnisse und Engagement zählen.

Die NABU Oelde ruft interessierte Naturschützerinnen und Naturschützer auf, sich zu beteiligen und Verantwortung für den Vogelschutz vor Ort zu übernehmen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Ein Anmeldung nicht eroderlich. Jede und jeder ist herzlich Willkommen.