Vom 2. bis 18. Oktober 2026 finden in Nordrhein-Westfalen die fünften Coming-Out-Days statt. Die Aktionswochen rücken queeres Leben besonders im ländlichen Raum in den Mittelpunkt. Das Oelder Schaufenster begleitet die Aktion: Passende Veranstaltungen werden während dieses Zeitraums in der App mit dem Logo der Coming-Out-Days gekennzeichnet.
Die Landesfachstelle blick* hat die Coming-Out-Days 2022 ins Leben gerufen. Ausgangspunkt ist der jährliche Coming-Out-Day am 11. Oktober. Er soll Menschen ermutigen, zu ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität zu stehen.
Ein Coming-out kann weiterhin mit Unsicherheiten und Diskriminierung verbunden sein. Nach Angaben der Landesfachstelle braucht es deshalb sichtbare Vorbilder, Identifikationsfiguren und ein unterstützendes Umfeld. Die Coming-Out-Days setzen genau dort an. Sie machen queeres Leben sichtbar, schaffen Begegnungen und vermitteln Informationen.
Mehr Sichtbarkeit durch die Aktionswochen auch im Oelder Schaufenster
Das Oelder Schaufenster greift die Coming-Out-Days vom 2. bis 18. Oktober auf. Veranstaltungen in der App, die thematisch zu den Aktionswochen gehören, erhalten in diesem Zeitraum eine entsprechende Kennzeichnung mit dem Logo der Coming-Out-Days.
Damit sollen Angebote und Veranstaltungen leichter erkennbar werden und zusätzliche Aufmerksamkeit erhalten. Sichtbarkeit spielt besonders im ländlichen Raum eine wichtige Rolle. Dort gibt es laut Landesfachstelle häufig keine oder nur kleine Anlaufstellen für LSBTIAQ* Personen. Für Beratungs- und Gruppenangebote sind deshalb teilweise weitere Wege in größere Städte notwendig.
Die Coming-Out-Days bündeln Veranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen. Für 2026 gingen bei der Landesfachstelle mehr als 100 Einsendungen aus verschiedenen Regionen Nordrhein-Westfalens ein. Zum Programm gehören unter anderem Lesungen, Büchertische, Spielenachmittage, Filmabende, Kreativaktionen, Gottesdienste, Workshops und Ausstellungen.
Begegnung und Austausch im ländlichen Raum
Die Aktionswochen sollen nicht allein Aufmerksamkeit schaffen. Begegnungen und Informationen können dazu beitragen, Vorbehalte abzubauen. Gleichzeitig sollen bestehende LSBTIAQ* Strukturen gestärkt und neue Angebote angestoßen werden. Die Landesfachstelle blick* setzt sich seit 2022 mit Bildungsarbeit, Vernetzung und verschiedenen Projekten für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im ländlichen Nordrhein-Westfalen ein. Seit Mai 2024 arbeitet das zuvor als Pilotprojekt gestartete Angebot als Landesfachstelle für den gesamten ländlichen Raum des Landes.
Podcast im Oelder Schaufenster: Luc erzählt seinen persönlichen Weg
Passend zum Thema wird hier in der App des Oelder Schaufensters auf die Podcastfolge mit Luc verwiesen. In dem rund 30-minütigen Gespräch erzählt er von seinem persönlichen Weg als trans Mann.
Luc spricht über den Transitionsprozess, seine ersten Gefühle und die Entscheidung zur Transition. Auch die Reaktionen von Familie und Freunden sowie Unterstützung, Zweifel und Verständnis sind Thema. Außerdem berichtet er darüber, wie es ihm heute geht.
Die Folge beschäftigt sich damit, was Identität und Akzeptanz im persönlichen Alltag bedeuten können. Sie ergänzt damit die Themen der Coming-Out-Days um eine individuelle Perspektive.