Hospizbewegung findet Übergangsquartier für stationäres Hospiz

Geschrieben am 20.05.2026
von Pressemeldung


Norbert Westerhoff (Vorsitzender), Sigrid Große Halbuer (Schatzmeisterin)


Die Hospizbewegung im Kreis Warendorf e. V. hat eine Lösung für die Zeit der umfangreichen Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten des stationären Hospizes im Nonnengarten gefunden. Für die rund 18-monatige Bauphase zieht das Hospiz vorübergehend in die Torhäuser Ahlen an der Warendorfer Straße – unweit des bisherigen Standorts.

Dort stehen im zweiten Obergeschoss acht helle und freundliche Bewohnerzimmer mit eigenen Bädern in einem separaten Bereich zur Verfügung. Damit sei eine „adäquate und würdevolle Ausweichmöglichkeit“ gefunden worden, teilt der Vorsitzende Norbert Westerhoff mit. Während der Bauarbeiten soll der Betrieb des stationären Hospizes ohne Unterbrechung weiterlaufen.

Mit dem Bauprojekt stellt die Hospizbewegung die Weichen für die Zukunft. Das bestehende Hospizzentrum wird umfassend saniert, modernisiert und erweitert. Die Mitglieder hatten das Projekt bereits Anfang Februar im Rahmen einer außerordentlichen Versammlung einstimmig beschlossen.
Insgesamt investiert der Verein rund 4,5 Millionen Euro in das Vorhaben. Eine Million Euro möchte der Verein durch Spenden und Förderungen aus regionalen Stiftungen zusammentragen.  Herzstück der Baumaßnahme ist die Erweiterung des stationären Hospizes von derzeit acht auf künftig zehn Plätze. Zudem werden alle Zimmer mit eigenen Bädern ausgestattet. Gemeinschaftsbereiche wie Küche und Wohnzimmer werden neu gestaltet und durch einen Wintergarten ergänzt. Auch für die Mitarbeitenden entstehen erstmals moderne Sozialräume, Sanitäranlagen und Umkleiden.

Darüber hinaus soll der Bildungsbereich für die ambulante und stationäre Hospizarbeit ausgebaut werden. Geplant sind neue Räume für Fort- und Weiterbildung, Begegnung, Beratung und Trauerbegleitung. Ein Aufzug sorgt künftig für Barrierefreiheit im gesamten Gebäude.

Auch energetisch wird das Hospizzentrum umfassend modernisiert. Vorgesehen sind unter anderem Wärmepumpen, eine Photovoltaikanlage, neue Fenster sowie ein neues Flachdach. Der Neubau- und Sanierungsstandard entspricht künftig dem Effizienzhausstandard 55 EE.

Parallel zur Vorbereitung des Umzugs vom stationären Hospiz sucht die Hospizbewegung derzeit weitere Räumlichkeiten, möglichst in der Nähe der Torhäuser. Benötigt werden geeignete Räume für die Beratung schwerkranker Menschen und ihrer Angehörigen, den ambulanten Hospizdienst sowie die Vereinsverwaltung. Der Verein freut sich über Hinweise und Unterstützung bei der Suche nach passenden Immobilien.

Bis Ende Juni plant die Hospizbewegung mit dem stationären Hospiz die neuen Räumlichkeiten zu beziehen. Mit dem vorübergehenden Umzug schafft die Hospizbewegung die Voraussetzung dafür, die Versorgung der der Menschen auch während der Bauphase in der gewohnten Ruhe fortzuführen. Der Vorstand und die verantwortlichen Mitarbeitenden blicken dem Start in den Torhäuser Ahlen optimistisch entgegen und danken bereits jetzt allen Unterstützern, Förderern und Spendern, die das umfangreiche Bauprojekt im Nonnengarten in Ahlen ermöglichen.