Am vergangenen Sonntag, 16.11.2025, nahmen Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Oelder Schulen an der zentralen Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag teil, die am Ehrenmal auf dem Hermann-Johenning-Platz stattfand. Bürgermeisterin Karin Rodeheger begrüßte zunächst die versammelten Gäste, darunter Ratsmitglieder, die Feuerwehr Oelde mit ihrem Musikzug, Mitglieder der Schützengesellschaft, der Schützengilde und des Bürgerschützenvereins St. Hubertus, zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie die beiden Arbeitsgemeinschaften „Schule ohne Rassismus“ der Gesamtschule Oelde und des Thomas-Morus-Gymnasiums. Sie alle hatten sich eingefunden, um gemeinsam der Opfer von Krieg und Gewalt zu gedenken.
Einen besonderen Beitrag leisteten die Schülerinnen der Abschlussklasse 10e der Gesamtschule, die von Abteilungsleiterin Marion Harbaum und Lehrer Peter Mosbacher begleitet wurden. Rabea Allendorf, Lea Gödde, Bettina Raulf und Azra Özyardimci präsentierten ausgewählte Gedichte aus dem Band „Friede, wo ist deine Heimat“ von Elisabeth Schneider. Die Texte, die in unterschiedlichen Formen Stellung zu Krieg und Frieden beziehen, machten die beeindruckende Vielschichtigkeit menschlicher Erfahrungen in Zeiten von Gewalt deutlich. Sie erzählten von Leid und Erschütterung, mahnten eindringlich zum Frieden und zeigten zugleich, dass selbst tiefes Leid zu Hoffnung auf Umkehr und Versöhnung führen kann. In diesem Zusammenhang erinnerten die Schülerinnen an die schrecklichen Dimensionen des Zweiten Weltkrieges, in dem 55,3 Millionen Menschen starben, darunter 7,6 Millionen Soldaten, und in dem Millionen Vermisste sowie unzählige Verwundete zurückblieben.
Im Anschluss folgte ein Beitrag der Arbeitsgemeinschaft des Thomas-Morus-Gymnasiums. Der Musikzug der Feuerwehr Oelde setzte mit einem musikalischen Vortrag einen würdigen Akzent, bevor Pfarrer Mike Netzler in seiner Gedenkrede die Bedeutung des Erinnerns hervorhob und zu friedlichem Handeln im Alltag aufrief. Schließlich erfolgte die Kranzniederlegung durch die Stadt Oelde sowie durch die teilnehmenden Vereine und Verbände, begleitet vom Musikzug der Feuerwehr. Die Veranstaltung schuf einen würdevollen Rahmen, um innezuhalten, Verantwortung zu reflektieren und den Wert des Friedens bewusst zu machen.