Dachsanierung erfolgreich abgeschlossen: ECOWEST VERBUND stellt sich für die Zukunft auf

Geschrieben am 23.09.2025
von Pressemeldung, Drohnenaufnahmen: Ulrich Fälker


Täglich wurde In der Zeit der Frühschicht jeweils eine Dachfläche von zirka 125 Quadratmetern aufgedeckt. 


Seit Mai 2002 werden in der Ersatzbrennstoffanlage am Entsorgungszentrum des ECOWEST VERBUNDES in Ennigerloh aus Haus- und Gewerbeabfällen Ersatzbrennstoffe für die regionale Zement- und Kraftwerksindustrie hergestellt. Nach mehr als 20 Jahren Betrieb zeigten sich am Dach der Feinaufbereitung einige Schwachstellen. Da diese durch reine Ausbesserungsarbeiten nicht zu beheben waren, wurde die Dachfläche nun komplett ausgetauscht. Nach viermonatiger Bauphase sind die Arbeiten jetzt abgeschlossen. 

„Die Sanierung war ein wichtiger Schritt, damit wir weiterhin in gewohnter Qualität arbeiten und unserem Auftrag, die Haus- und Gewerbeabfälle zu Ersatz- und Sekundärbrennstoff zu verarbeiten, nachkommen können“, betont Dr. Herbert Bleicher, Geschäftsführer der AWG, Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises Warendorf mbH. Am Dach hätten sich altersbedingte Beschädigungen gezeigt, sodass Niederschlag in die Halle hatte eintreten können. Damit die Beschädigung von Maschinenteilen durch eintretende Feuchtigkeit verhindert werde, sei eine Sanierung des Daches unumgänglich gewesen, erklärt er.

Dr. Bleicher zeigt sich äußerst zufrieden mit dem Ablauf der Sanierung, da diese im angesetzten Zeitplan umgesetzt werden konnte. Dennoch seien die Bauarbeiten eine Herausforderung für den alltäglichen Betrieb am Entsorgungszentrum gewesen, betont er. Ein Stopp des gesamten Betriebs sei laut des Geschäftsführers nämlich keine Option gewesen. Während der Bauarbeiten habe es in der Feinaufbereitung daher nur eine Spät- und eine Nachtschicht gegeben. An jedem Arbeitstag wurde das Dach ein Stück geöffnet und wieder verschlossen. Während der täglichen Reparaturzeiten  haben sich darüber hinaus keine Abfälle in der Halle befunden. „Mit dieser Vorgehensweise wollten wir mögliche Geruchsbeeinträchtigungen in umliegenden Wohnvierteln und im Entsorgungszentrum selbst auf ein Minimum reduzieren. Das ist uns auch gelungen“, sagt er. Der ECOWEST VERBUND hatte bereits im Vorfeld der Bauarbeiten Anwohnerinnen und Anwohner der nahegelegenen Wohngebiete zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. „Die Anwohnerinnen und Anwohner waren sehr dankbar, einen so detaillierten Einblick in die geplante Sanierung zu bekommen und hatten somit auch Verständnis dafür, dass es je nach Wetterlage und Windrichtung hätte zu Geruchsemmissionen kommen können“, erklärt der Geschäftsführer. 

Dr. Herbert Bleicher betont, dass man sich mit der Dachsanierung für die Zukunft besonders gut aufstelle und darüber hinaus auch einen Beitrag zum Klimaschutz leiste. „Das neue Dach wird jetzt komplett mit einer neueren, leistungsstärkeren Photovoltaik-Anlage ausgestattet“, erklärt er. So komme der Unternehmensverbund seinem Ziel, am Standort Ennigerloh energetisch autark zu werden, ein ganzes Stück näher. Der ECOWEST VERBUND hat rund 1,7 Millionen Euro in die Sanierung des Hallendaches investiert. Die Kosten für die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach Feinaufbereitung mit einer Leistung von 320 kWp belaufen sich auf 210.000 Euro. In einem weiteren Schritt wird auch auf den Nordseiten der Dächer der Grobaufbereitung sowie der Annahmehalle (220 kWp) Photovoltaik installiert. Hier investiert der ECOWEST VERBUND noch einmal 145.000 Euro. 

Die Sanierungsarbeiten waren bereits im März gestartet. Zur Vorbereitung war die Halle der Feinaufbereitung komplett eingerüstet worden. In der Zeit der Frühschicht wurde dann jeweils eine Dachfläche von zirka 125 Quadratmetern aufgedeckt. Zeitgleich wurde die Fassade im gleichen Verfahren erneuert.  Die schrittweise Öffnung und das Verschließen des Daches hat in etwa zehn Wochen in Anspruch genommen. Die gesamte Baumaßnahme konnte planmäßig innerhalb von vier Monaten abgeschlossen werden. Als letzter Schritt folgt nun die Installation der neuen Photovoltaik-Anlage.



Bevor die Sanierungsarbeiten starten konnten, musste die gesamte Halle, in der die Feinaufbereitung untergebracht ist, eingerüstet werden.