Wochenlange Hitze, dann plötzlich Starkregen und Sturm – zunehmende Wetterextreme durch den Klimwandel machen das Gärtnern zu einer Herausforderung. Der NABU Oelde gibt Tipps, wie Tomaten, Radieschen Stauden und Co. trotz Klima-Stress gedeihen. „Mit der richtigen Bodenpflege und Bepflanzung sowie einer angepassten Bewässerung kann man auch bei Extremwetter eine gute Ernte erzielen und sich an einem blühenden und fruchtbaren Garten freuen“, sagt Elke Preißler vom NABU Oelde.
Tipp 1: Buntes Durcheinander
Die Wahl der Pflanzen ist im Nutz- und Ziergarten entscheidend. So überstehen standortangepasste Pflanzen aus ökologischem Anbau extreme Klimaereignisse besser. Elke Preißler sagt: „Gemüse sollte in Mischkulturen gepflanzt werden. Sie sind wesentlich robuster als Monokulturen, da sich die verschiedenen Gemüsesorten und Kräuter gegenseitig Vorteile verschaffen und so Trockenheit und zu viel Feuchtigkeit besser standhalten können.“ Mischkulturen im Gemüsebeet sind beispielweise sie Kombinationen Erdbeeren mit Knoblauch, Kohlrabi mit Tomate oder Mangold mit Möhren.
Tipp 2: Abends gießen und rechen
Wer an heißen Tagen tagsüber gießt, wird feststellen, dass das kühle Nass schnell verdunstet und nur wenig Feuchtigkeit in den Boden eindringt. „Es ist daher viel sinnvoller abends zu gießen“, so Elke Preißler. „Außerdem sollte der Boden im Gemüsegarten öfter mal fein gerecht werden. Dadurch verdunstet weniger Wasser.“ Gut für Umwelt und Geldbeutel sind Regentonnen und Wasserspeicher, in denen Regenwasser für trockene Zeiten gesammelt wird. „Hier bietet sich ein so genannter Regendieb an, der ein Teil des im Fallrohr abfließende Regenwasser abfängt. Das Regenwasser kann so in einer separaten Wassertonne aufbewart werden.“
Tipp 3: Mulch und Kompost
Kein Gemüsebeet ohne Mulch: Eine Mulchschicht, zum Beispiel aus Rasenschnitt, hält die Feuchtigkeit in der Erde. „Außerdem sollten man Humus aus dem Komposthaufen in den Boden einbringen“, rät Elke Preißler. „Er speichert Wasser und gibt es schön langsam wieder ab.“
Tipp 4: Hügel und Senken anlegen
Wer seinen Garten neu anlegt, kann Hecken und eine kleine Hügellandschaft einplanen. Elke Preißler sagt: „Die Hecken und Hügel halten den Wind ab und in den Senken kann Wasser gut versickern.“ Nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert ein Kraterbeet. „Das Kraterbeet gibt Kühle im Sommer und Wärme im Winter. Es kann eine echte Alternative zum herkömmlichen Beet sein und Gemüse vor Witterungseinflüssen schützen.“ Mehr dazu unter www.NABU.de/kraterbeet
Tipp 5: Flächen entsiegeln
Ein Garten, der fit für den Klimawandel ist, hat möglichst wenige versiegelte Flächen. „Lieber offenporige Oberflächen wählen – da kann das Wasser besser versickern“, sagt Elke Preißler. Den Gartenweg also nicht pflastern, sondern lieber mit Holzhackschnitzeln bestreuen. So gelangt das Regenwasser zurück ins Grundwasser.